Weltgebetstag 2018

Schaffen für den Sonntag

 

Es ist Samstag um kurz nach elf im Fachwerkhaus. Ein Arbeiter kommt herein und staunt, dass so viele Menschen da sind. Er habe gesehen, dass das Fenster noch offenstand, war von einem Versehen ausgegangen und wollte mal schauen, ob jemand da wäre, der es schließen könnte.

Was er nicht ahnte und ja auch nicht ahnen konnte: Das Fenster stand bewusst offen. Auf der obersten Etage wurde durchgelüftet, weil die Mitglieder des Kirchenvorstands schon seit 9.30 Uhr dort oben gearbeitet hatten. Gerade war Kaffeepause und oben wurde frische Luft hereingelassen, damit man nach der Pause produktiv weiterarbeiten konnte. Aber warum das Ganze?

Auslöser für die Aktivität an diesem Samstag war der Entschluss des Kirchenvorstands, sich einmal an einem gesamten Tag zu treffen, um über die Gemeindeentwicklung zu beratschlagen. „Wie schaffen wir es, mehr Leute für unsere Gottesdienste zu begeistern", war die Frage, die im Zentrum dieses Kirchenältestentages stand. Dazu waren die Referenten Frau Sylvia Wiederspahn und Herr Martin Steinbrink aus Wuppertal mit ins Boot geholt worden, um uns zu unterstützen, Lösungen in dieser Fragestellung zu finden.

Die erste Aufgabe an die Kirchenältesten bestand dann auch darin, selbst zu ergründen, warum Menschen denn in den Gottesdienst unserer Gemeinde gehen sollten oder warum auch nicht. Mit den Ergebnissen ging es dann in die nächsten Arbeitsphasen. Fragen wie „Welche Ziele hat der Kirchenvorstand im Blick auf den Gottesdienst ganz konkret?", „Was für Menschen möchten wir erreichen?" oder „Welche unterschiedlichen Gottesdienste bieten wir bereits über das Jahr gesehen an?" standen danach im Mittelpunkt. Leider fehlt hier der Platz, um die Ergebnisse in ihrer Gesamtheit zu präsentieren. Dennoch lässt sich festhalten, dass uns die Referenten auf interessante Zusammenhänge und gute Ideen gestoßen haben. Die Aufgabe des Kirchenvorstands besteht nun also darin, die neuen Erkenntnisse in unsere Überlegungen zur Gemeindeentwicklung einfließen zu lassen. Nach der Arbeit heißt hier also auch vor der Arbeit, denn uns ist bewusst, dass diese Ergebnisse die Grundlagen unserer weiteren Überlegungen sein müssen.
.IMG-20180129-WA0000

Gegen 16 Uhr endete der Kirchenvorstandstag und alle staunten. So schnell gingen diese 6 1/2 Stunden rum. So ergiebig wurde gearbeitet. So viel Material für die Weiterarbeit erstellt. Und zudem in der Kaffee- und der Mittagspause ganz viel geklönt. Gespräche untereinander, die das Klima im Kirchenvorstand noch weiter verbessern werden. Auch das war wichtig an diesem Tag, an dem der Kirchenvorstand gemeinsam tagte.

Wird sich also nun alles ändern? Nein, das war auch ein Ergebnis des Tages. Aber punktuell, zu bestimmten Anlässen möchten wir gerne auch mal was Neues ausprobieren. Auch wenn es mehr Arbeit und Aufwand für die Planer bedeutet. Das sind Sie uns wert. Und das ist uns auch der Gottesdienst wert.

Gottesdienst soll gut sein und viele sollen sich angesprochen fühlen. Also wagen Sie sich ruhig mal zu uns in die Kirche. Ob nun an einem „normalen" Sonntag oder einem etwas außergewöhnlichen Gottesdienst. Wir freuen uns auf Sie.